Bye bye, Stress!
Einer der Hauptgründe für Stress: deine Agenda ist einfach viel zu voll.
Wenn du dein System entlasten und zur Ruhe kommen willst, gilt wirklich: weniger ist mehr.
Nach Yoga, Brunch und Shopping noch schnell eine Achtsamkeitsübung einschieben, bevor es weitergeht zum Aperitif vor dem Kinobesuch? - Das bringt absolut gar nichts!
Die nächsten fünf Wochenenden schon komplett verplant - vielleicht sogar mit Überschneidungen und Parallelterminen? - Dann bist du bereit für einen Reset!
Die wundervolle Marian Rojas Estapé prägt hierfür den Begriff der "Chronopathie" (Zeit-Krankheit).
Die Besessenheit, die Zeit zu nutzen.
Doch kein Leben ist erfüllt, wenn es darin keinen Platz für Stille gibt.
Schaffe Raum für Nichtstun, für Zeit, in der du nicht produktiv oder interaktiv bist.
Ohne digitale Medien und Lärm.
Dadurch gewinnst du Gesundheit, Glück und Lebensqualität.
Und irgendwann kommst du an den Punkt, wo sich das "weniger" anfühlt wie "viel mehr".
Weil es statt Geschäftigkeit und Zeitnot etwas ganz neues in dein Leben bringt: Tiefe.
Haben?
Können?
Wollen?
Sein!
Es ist egal, was du hast.
Geld. Macht. Wertvolle Dinge. Immobilien. Ein Segelboot. Einen Porsche. Oder zwei.
Es ist egal, was du kannst.
Schnell laufen. Hoch springen. Golfspielen. Einen Handstand. Rückwärts Gedichte aufsagen.
Aber es ist überhaupt nicht egal, was du bist.
Gütig. Liebevoll. Großzügig. Mitfühlend. Geduldig. Gelassen. Nachsichtig. Achtsam. Freundlich. Fröhlich. Friedlich. Genügsam. Zuversichtlich. Vertrauensvoll.
(-: Glücklich :-)
Einer der absurdesten Irrtümer unserer Gegenwart besteht darin, dass wir so gut wie allem einen monetären Wert beimessen. Um auch brav endlich einem Trugbild zu entsprechen, das die Wirtschaftswissenschaften irgendwann als unbeholfenes Vehikel zur Vereinfachung der Realität geschaffen haben - weil ihre tollen mathematischen Modelle sonst nicht funktionieren würden: dem "homo oeconomicus". Der entscheidet nur nach Fakten und persönlichem Nutzen. Aber sicher nicht menschlich. Null Emotion. Null Mitgefühl. Null Weitsicht. Da hat jedes Tier mehr menschliche Züge.
Du kommst auf die Welt und hast: nichts.
Du kommst auf die Welt und kannst: nichts.
Ist jedes Neugeborene also wertlos?
Keine noch so kleine Sache, keinen einzigen deiner Erfolge kannst du nach dem Tod mitnehmen.
Nur die Zeit zwischen Geburt und Tod opferst du zu einem großen Teil, um Dinge, Beziehungen und Erfolge anzuhäufen.
Das musst du mir erst mal erklären, wo das Sinn ergibt. Und gerne auch dir selbst.
Ironischerweise bringt es ausgerechnet ein Kreditkartenanbieter auf den Punkt, wenn er solche oder ähnliche Sprüche propagiert:
"Flug nach Süden: 349 EUR. Dinner für zwei: 80 EUR. Das Gefühl beim Sonnenuntergang: unbezahlbar."
Der Buddhismus kennt für die Fixierung auf das Haben den Begriff der "Anhaftung".
Du klebst quasi an alldem fest, was du mit der Zeit angesammelt hast.
Und diesen Kleber gilt es zu lösen.
Lass los. Sei einfach.
"Hast du ein Problem und willst es nicht haben - so hast du schon zwei."
Dieser Satz bringt eine Essenz der buddhistischen Philosophie mit einem Schmunzeln auf den Punkt.
Ständig setzt du dir etwas in den Kopf, von dem du dein Glück abhängig machst.
"Dies und das will ich erreichen."
"Jenes muss ich schaffen."
"Und wenn ich nicht genug Geld verdiene, um mir XY leisten zu können - dann bin ich traurig."
Gratuliere - du hast dir selbst erfolgreich die Pforte zum Glück zugemauert.
"Etwas wollen. Oder etwas nicht wollen. - Das bringt das Leid in die Welt."
Es ist wissenschaftlich belegt, dass alles, was du im "Außen" bekommst oder erreichst (Dinge oder Erfolge), maximal drei Monate für Glücksgefühle sorgt. Danach hat es dein System als "Normalzustand" eingeordnet und giert schon wieder nach etwas Neuem - denn darauf hast du es konditioniert. Immer mehr, ständig die nächste Stufe.
Die Beförderung.
Der bestiegene Gipfel.
Die Bestzeit beim Marathon.
Die neue Handtasche.
Nach drei Monaten - einfach weg.
Einsortiert in den ganzen Rest.
Entweder du bleibst in diesem Kreislauf aus Unglück und vorübergehendem Glück.
Oder du entscheidest dich für den Weg zu dauerhaftem Glück.
Du hast die Wahl.
Was du glaubst
wer du bist.
Eng verwoben mit unserer Sucht nach Haben und Können sind die "Endgegner" im Kampf um ein selbstbestimmtes Leben:
Deine Glaubenssätze.
So funktioniert die Welt.
Wenn ich soundso bin oder handle, dann erreiche ich immer alles.
So macht man das.
Ohne diesunddas geht es nicht.
Jeder Mensch muss so handeln, denn sonst passiert irgendwas schlimmes.
Im Leben geht es um das und sonst nichts.
Du ahnst sicher schon, worum es hier wirklich geht.
Irgendjemand (kleiner Tipp: es könnten deine Eltern beteiligt sein...) hat dir Überzeugungen, Sichtweisen, Denkmuster, Reaktionsweisen, Verhaltensmuster und ähnliche Programmierungen mitgegeben, die du bewusst oder unbewusst auch zu Leitlinien deines eigenen Lebens gemacht hast.
Diese Glaubenssätze sind nur dafür da, dich zurückzuhalten. Sie hindern dich daran, deinen eigenen Weg zu suchen. Weil ja sowieso schon alles klar ist.
"So geht das. Und nicht anders."
Dass ich nicht lache.
Wenn du dich erst mal von diesem alten Ballast befreit hast, wird der Blick endlich frei.
Nun kannst du dich der Frage widmen, wer du wirklich bist.
Und dabei dient dir jemand als Wegweiser, der schon immer da war und immer da sein wird, solange es Menschen gibt: die Natur. Die Tatsache, dass du ein Teil von ihr bist.
Lass uns gemeinsam entdecken, wie das geht!
"Du musst aufhören zu sein, wer du bist - um zu werden, wer du sein kannst."
Albert Einstein